Mannschaft 1978
Mannschaft 1978: Das Bild zeigt vier Robinson-Spieler in fremden Gefilden - Bernhard, Bruno, Edgar und Hermann waren montags an das Vermessungsamt Wiesbaden ausgeliehen (zwischen 1978 und 1982); Bernhard war dort beruflich tätig und hat die Fäden gezogen!

Black & Decker

Nach dem Fußball in der Kabine Martin-Kirchner-Straße. Ein Spiel ist ausgemacht worden gegen das Vermessungsamt in Wiesbaden-Igstadt. Der Termin und Austragungsort wird mündlich weitergegeben und wer nicht richtig zuhört, hat das Nachsehen. Schließlich kommt unter der Dusche bei den meisten die Parole an: "Montag, Black & Decker, Idstein, 19.00 Uhr." Wer hatte sich da wohl den Schaum nicht richtig aus den Ohren gespült? (Ich glaube, das war Samson!)

Am Montag sind die Fahrgemeinschaften auf dem Weg nach Idstein zum Spiel. Auf dem Fußballplatz ist kein Gegner! Vielleicht der falsche Platz? "Wo gibt es denn hier noch einen Platz mit Flutlicht?" fragt einer. Die Fahrzeugkolonne setzt sich neuerlich in Bewegung. Auf dem anderen Platz wird schon gespielt. Wir sind halt zu spät!

Aber auch das ist nicht unser Gegner! Vielleicht wird das Spiel in einer Halle ausgetragen? "Wo ist denn hier eine Sporthalle?" fragt einer. Und wieder setzt sich die Fahrzeugkolonne in Bewegung. In der Halle wird gespielt! "Na endlich!" ruft einer. Aber die Leute in der Halle sind auch nicht unsere Gegner. Wo ist unser Gegner?

In der Zwischenzeit läuft sich Bernhard Sohn auf dem Sportplatz in Wiesbaden-Igstadt warm und versteht nicht, warum sich niemand von uns blicken lässt. Auch die Mannschaft des Vermessungsamtes ist vollzählig angetreten und wundert sich ...

Aufgeschnappt von Rolf Luck
Gruß,
Hermann

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Säureschutzmantel der Haut

Nach dem Trainingsspiel am 4. Februar 2011 kamen die Kicker erfrischt aus der schönen neuen Dusche in Marienborn und begannen sich abzutrocknen. Der Schweiß war abgespült und das Duschgel entfaltete ein feines Wellness-Aroma.

Für Hermann ist dies schon immer einer der schönsten Augenblicke beim Sport: Die vorangegangene Anstrengung fällt von einem ab und der angenehme Wasserstrahl rauscht über Kopf und Körper wohltuend herab. Was gibt es Schöneres? Mithalten kann da höchstens: Mitten während des Spiel nach dem Torschuss tot umzufallen!

Beim Abtrocknen sieht Hermann seinen Mitspieler neben sich noch in voller Sportkleidung auf der Bank sitzen und fragt ihn verwundert: "Warum gönnst Du Dir nicht die Freude des Duschens nach dem Spiel?" oder vielleicht auch "Warum duschst Du nicht?"

Der Nebenmann wendet sich Hermann zu und sagt: "Das bedarf einer längeren Erklärung!" Und er spricht vom Säureschutzmantel der Haut, der durch das Duschgel und das warme Wasser zerstört würde.

"Aha!" denkt sich Hermann. Darüber hat er sich noch nie ernsthaft Gedanken gemacht. Aber er kennt natürlich das Gefühl der Trockenheit auf der Haut nach dem Duschen und dem Abtrocknen. Andere kennen das auch und cremen sich zumindest im Gesicht anschließend ein und wieder andere benutzen gleich danach Deospray.

Hermann verließ sich meistens auf die Fähigkeit seiner Haut selbst nachzufetten. Nur wenn die trockene Haut an den Beinen schon zu jucken anfing - am Samstag manchmal - dann cremte er sie ein mit dem, was an Bodycremes von seiner Frau so alles im Schrank herumstand.

Durch den Kopf ging Hermann aber auch die Erinnerung an ungewaschene Leibchen, die auf dem Platz ihren "Wohlgeruch" verbreiteten - besonders intensiv, wenn die Leibchen ungewaschen in feuchten Kellern oder Garagen gelagert wurden!

Aber die kleine Lektion vom Säureschutzmantel der Haut stimmte Hermann nachdenklich und er forschte im Internet, wo er im Wikipedia-Eintrag lesen konnte:

"Mit dem Konzept des Säureschutzmantels wurde der Zusammenhang zwischen dem gemessenen schwachsauren pH-Wert der Epidermis und der bakteriziden Wirkung der gebildeten Absonderungen der Hautdrüsen (insbesondere Schweiß und Fettsäuren) erklärt. Der gemessene pH-Wert von 4 bis 7 soll anschaulich wie ein Mantel vor Krankheitserregern schützen."

Und weiter stand da: ,Der Begriff des "Säuremantels der Haut", der später zu Säureschutzmantel (Hydrolipidmantel) wurde, geht auf die Arbeiten des Mediziners Marchionini zurück (...) Durch Messungen der Wasserstoffionenkonzentration stellte er fest, dass die Hautoberfläche von einer Säureschicht bedeckt ist. Diese Erkenntnis war allerdings nicht völlig neu.

Schon 1892 hatte E. Heuss diese Feststellung getroffen. Marchionini stellte aber erstmals einen Zusammenhang zwischen gemessenen saurem pH-Werten und der bakteriellen Besiedlung der Haut her. Hervorgehoben wurde, "dass der Körper an drei so verschiedenen Orten wie Magen, Vagina und Haut zur Bakterienabwehr das gleiche Mittel heranzieht."

Sollte er sich jetzt mit diesem Wissen gleich ganz zu duschen aufhören? Und sich wie die französischen Adligen vor Jahrhunderten nur noch pudern? So ganz überzeugte der Intellekt noch nicht das Sentiment! Also weiterlesen:

Es kamen Zweifel auf, "ob der gemessene pH-Wert allein zur Bakterienabwehr beiträgt" und es stellte sich heraus, dass "viele Bestandteile des Säureschutzmantels wie Milchsäure, Harnsäure oder die Fettsäuren [.] wegen ihrer guten Wasserlöslichkeit allerdings auch ohne Zuhilfenahme von Detergentien mit dem Wasser abgewaschen [werden]". Und jetzt das Kernargument der Gegenseite: . dass sich "die Hautoberflächen-pH-Verschiebung bei gesunder Haut nach einer Waschung binnen weniger Stunden zurückbildet".

Jetzt lehnt er sich zufrieden zurück: Guten Gewissens kann er sich jetzt weiterhin duschen - ob mit oder ohne Duschgel, ob mit oder ohne eigenes Handtuch, ob in Massendusche oder Einzeldusche - ganz im Vertrauen auf seine Haut, die ihn schon nicht im Stich lassen wird! Beim Fußpilz jedenfalls hat sie ihn noch nie im Stich gelassen!

Und so empfiehlt Hermann seinem Nachbarn im Nachhinein: "Sei nicht so streng mit Dir! Gönn Dir mal das Feeling sprudelnden Wassers auf der Haut! Genieß es! Und sag danke zu Deiner lieben Haut, die schafft das schon. Und obendrein riecht man schließlich nicht so streng!"

Alle Zitate aus Wikipedia [http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4ureschutzmantel]

Grüße
Hermann


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Dumm gelaufen

Besonderes Pech für Ruben

von Sigi II

Zum letzten Spiel des Jahres 2010 in der Halle der Martin-Niemöller-Schule tauchte Ruben wenige Minuten vor Schluss. Er verspätete sich, weil er leider die geänderte Anstoßzeit (18:00 statt 19:30 Uhr) nicht mitbekommen hat. Wahrscheinlich hat er auch nicht mitbekommen, dass wir nach dem Spiel das Fußballjahr im Bierstädter "Drehpendel" ausklingen lassen wollten, denn dorthin ist er nicht mehr nach gekommen. Zu seinem Pech sind wir nicht wie üblich durch die Halle nach draußen gegangen, sondern haben einen andereren Ausgang genommen, der diesmal offen war, weil nach uns eine Jugendmannschaft trainierte. Wahrscheinlich saß Ruben noch in der Halle und wartete, dass wir endlich vom Duschen rauskommen.

Hallo Siggi,

Übrigens: Deine Ausdeutung von Rubens Verhalten beim Hallenkick in Wiesbaden (Episode "Dumm gelaufen") entspricht nicht ganz den Tatsachen.

Sicher war er gefrustet, aber er hat nicht auf uns vergeblich in der Halle gewartet, sondern ist gleich los und hat seinen Cousin Sven in Wiesbaden besucht statt zum Drehpendel zu fahren!

Schöne Grüße
Hermann
8.2.2011

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Doppelkopf

Hallo Schafkopf-Planer,

nächsten Freitag könnte passieren, was im folgenden berichtet steht, wenn Ihr mir das Schafkopfen beibringen wollt:

Der Dorf-Wirt wohnt über seiner Wirtschaft. Plötzlich klingelt bei ihm Privat das Telefon: "entschuldig`ns, wann macht di Wirtschaft auf?", sagt der Wirt "um zehne". Eine Stunde später, ein erneuter Anruf, schon leicht angetrunken: "entschuuuldig`ns, wann macht die Wirtschaaft auf?". Der Wirt: "Des hab i eana doch scho gsagt, um zehne". Nach einer Stunde ein erneuter Anruf, sehr angetrunken: "Wann machst de Wirtschaaaft auf?". Daraufhin der entnervte Wirt: "Um zehne, und vorher kimmt ma koana eini!". Meint der Anrufer: "Wieso eini? Mir san de Schafkopfer und woll`n raus!"
Gruß
Hermann
6.11.2010
Hermanns Reaktion auf das Doppelkopf-Spiel in der Kneipe Tag zuvor (Sigi)

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Jade

Eine "Story" aus grauer Vorzeit

Papi kommt spät nachts nach Hause und seine Kinder sind noch wach. Das kleine Töchterlein merkt es zuerst und fragt Papi: "Du, Papi, du riechst so komisch." Und auch der Sohnemann meint zu ihm: "He, Alter, du stinkst, als ob du aus dem Puff kommst!"

Verlegen druckst Papi herum: "Ihr lieben Kinderlein, nun hört mir mal zu. Ich war beim Fußball und dort haben wir einen Mitspieler, der überschüttet sich nach dem Duschen immer mit dem Parfüm 'Jade', damit seine Frau nicht merkt, wo er war. Und wenn er getrunken hat, dann spült er sich damit den Mund auch aus."

Die Tochter: "Iiiiiiiih! Das schmeckt doch gar nicht!" Der Sohn: "So'n Pantoffelheld!" Und Papi weiter: "Seit ein paar Wochen nun schüttet er sein Parfüm auch über mich. Der tut das nur, weil ich ihn unter der Dusche immer mit kaltem Wasser abspritze, aus Rache." Die Tochter: "Ach so!" Der Sohn: "Gute Ausrede!"

(Wer ist der Papi? Er fängt mit "B" an! Wer ist der Mitspieler, von dem hier die Rede ist? Sein Anfangsbuchstabe ist "E"! - Auflösung für Uneingeweihte auf Anfrage bei Hermann.)

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Verwandtschaftsgrade

Am 22.8.2008 nach dem Spiel kam das Gespräch auf eine tiefe Erkenntnis: Tom hatte von seinem Kollegen und früheren Robinson-Mitspieler, Peter Mauer, erfahren, dass Peters Frau die Schwester von Helmut Leist ist, der ebenfalls lange und bis vor kurzem bei Robinson mitgespielt hatte. Damit wurde ihm schlagartig deutlich, dass die 18-jährige Sabrina, die am heutigen Abend seine Gegenspielerin war, Helmuts Tochter ist und damit offensichtlich die Nichte seines Kollegen Peter.

Das ist aber nur ein Teil der verwandtschaftlichen Beziehungen in den Reihen von Robinson. Joachim Sauer, ein inzwischen pensionierter Kollege von Hermann, brachte seinen Schwager Bruno Berg zum Kicken mit – was umgekehrt heißt, dass Joachims Frau Brunos Schwester ist. Und Joachim hat einen Bruder mit Namen Thomas Sauer, der jetzt in Bielefeld wohnt und früher bei Robinson gekickt hat und selten mal uns heute noch freitags am Platz besucht. Dieser Thomas ist verheiratet mit der Schwester von Siggi I – was wiederum heißt, dass die beiden verschwägert sind. Und der "Blendax-Willi", der vor tausenden von Jahren bei Robinson kickte, der ist mit dem Helmut von ganz oben auch irgendwie verwandt.

Wenn wir Ahnenforschung als Abteilung von Robinson einrichten würden, könnten wir vielleicht noch tiefer reichende verwandtschaftliche Beziehungen entdecken oder entstehen lassen. Hier ein kleines Gedankenspiel: Wenn Ruben oder Patrick dem Gerwin die Sabrina abspenstig machen würden und daraus ein Paar würde und diese dann Kinder hätten und diese dann bei Robinson spielen würden ... Schlussfolgerung: Wir sollten mehr Frauen bei Robinson mitspielen lassen!

Gruß, Hermann

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Bambinis

Im Training am 18.7.08 war Patrick der Ausnahme-Torschütze par excellence. Er machte alle sechs Treffer seiner Mannschaft. Ein aufs andere Mal überlistete er mehrere farblose Spieler, die auch in der Defensive sichtlich nachgelassen hatten, und machte den Anschluss-, den Ausgleichs- und schließlich sogar den Siegtreffer zum 6:5.

Nach dem Spiel sagte Nick zu Hermann: "Mit dem (er meinte Patrick) habe ich seit den Bambinis beim Fußball zusammen gespielt und der hat noch nie ein Tor geschossen. In den ganzen Jahren noch nie ein Tor geschossen. Und jetzt macht der sechs Tore in einem Spiel!" Hermann meinte dazu nur: "Jetzt hat er wohl seine Mannschaft gefunden." Es muss ja einen tieferen Grund geben, wenn ein neuer Spieler dazu stößt und gleich nach dem ersten Testspiel (freiwillig!!!) seinen Jahresbeitrag zahlen will!

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Episoden aus der Vergangenheit


Mitfahrgelegenheit

Irgendwann im Jahr 1998. Sigi Zimmermann ist bei den letzten, die die Kästen Bier nach dem Spiel noch leerten. Er hat immer noch nicht wieder ein Auto, denn der Freund, dem er es vor Jahren geliehen hatte, ist damit nicht wieder zurückgekehrt. Jedenfalls ist der Olaf Göttert der einzige, der noch mit Pkw da ist. Da sagt der Sigi II zu ihm: "Du fährst mich jetzt nach Hause!" Freundlich wie der Olaf halt nun ist, antwortet er: "Ich fahre jetzt nach Hause. Und wenn Dein Zuhause auf meinem Weg liegt, nehme ich Dich auch mit." Sagt's und lässt den Sigi II vor der Schiersteiner Brücke an der Ausfahrt Mombach aussteigen. Sigi II wohnt in der Mainzer Neustadt, Nähe Christuskiche! Ausgedehnter nüchtlicher Spaziergang ist angesagt! (Der Ingo erhielt auch mal eine Mitfahrgelegenheit bis Wiesbaden-Biebrich. Er wohnt aber in der Rheinstraße! Auch er hat geflucht.)

aufgeschnappt auf Rückfrage von Olaf Göttert

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Mandeln

Am Biertisch nach dem Fußball im November 1999. Die Rede ist von Olaf. Er hat sich auf Anraten seines HNO-Arztes entschlossen, sich die Mandeln herausnehmen zu lassen. Und das ambulant. Es ginge ihm nach fast zwei Wochen noch gar nicht wieder so gut. Er habe Nachblutungen gehabt und er könne seine Stimme kaum anstrengen.

Alle Anwesenden denken mitleidsvoll an Olaf: "Das arme Schwein!" Der eine denkt: "Was muss der sich auch in seinem Alter die Mandeln herausnehmen lassen. Das hat man als Kind hinter sich gelassen oder gar nicht!"

Der andere erzählt: "Ich habe mir die Mandeln sanieren lassen und mir dabei über vier Wochen fast täglich Mandelpol-Spritzen verpassen lassen. Das war sehr unangenehm." Wieder ein anderer denkt: "Zum Glück hab ich ja keine Probleme mit meinen Mandeln!"

Und Bruno hat sehr lebhafte Erinnerungen an den Arzt, der sich mit herabgelassener Plexiglasmaske über ihn beugte, mit vielerlei Gerätschaften in seinem Hals herumfuhrwerkte – langnadlige Spritzen in das Mandel-Gewebe jagte, mit einer Schere an den Mandeln herumschnippelte – und an die Warnungen des Arztes, unter keinen Umständen das viele Blut einfach hinunterzuschlucken. So kämpfte er mit seinen ganz natürlichen Reflexen, die stoßweise die Reste von Mandeln und Blut gen Maske schleuderten. Der Arzt habe zum Schluss sehr besudelt ausgesehen und habe mehr einem Metzger oder einem bestialischen Mörder geglichen...

Wäre Bruno doch vor drei Wochen da gewesen, dann hätte sich Olaf das Ganze vielleicht noch einmal überlegt und wäre nicht beim Fußball ausgefallen!

Liebe Grüße, Hermann

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Und darüber vergeht die Zeit

Hermann ist bei seiner Schwägerin, bei der er regelmäßig freitags vor dem Fußball reinschaut, und sie erzählen von den Dingen, die in der vergangenen Woche so passiert sind und was es an Neuigkeiten aus der Familie gibt. Und darüber vergeht die Zeit ...

Gegen halb sieben treffen die ersten eifrigen Robinson-Kicker am Platz ein, ziehen sich um und beginnen mit dem Aufwärmtraining. Hoffentlich kommt bald einer mit 'nem Ball! ...

Hermann sitzt noch immer bei seiner Schwägerin und hört ihr zu, wie es ihrer Mutter geht und erzählt ihr vom 1. Hessischen Administratorentreffen in Frankfurt. Und darüber vergeht die Zeit ...

Es ist gleich sieben und die pünktlichen Kicker von Robinson sind längst versammelt. Aufgewärmt sind sie auch schon. Noch mehr Stretching ist nicht nötig. Nur da ist noch immer kein Ball! ...

Hermann sitzt gemütlich bei seiner Schwägerin, die ihm etwas über die tschechische Sprache erklärt, denn er fährt im September auf Studienfahrt nach Prag. Sie hat Russisch studiert und kennt sich auch bei den slawischen Sprachen aus. Und darüber vergeht die Zeit ...

Es ist bereits nach sieben und die Spieler von Robinson machen sich Gedanken, wie sie den Abend verbringen können: Gleich Bier trinken oder erst duschen und dann spielen. Jedenfalls ist immer noch kein Ball in Sicht. Verzweiflung macht sich breit ...

Hermann sitzt unbeschwert bei seiner Schwägerin und schlägt die Beine übereinander. Er erzählt ihr vom Grillfest bei Robinson in der vergangenen Woche, was es zu essen und zu trinken gab, wer den Grill besorgt hat, wer dabei war und wie lange es so ging. Und darüber vergeht die Zeit ...

Die Fußballer von Robinson sind äußerst unruhig und ungehalten. Die Leibchen sind längst da, nur der Ball fehlt noch. Das gab's schon lange nicht mehr. Wer hat das letzte Mal die Bälle mitgenommen? Keiner weiß es so genau. Bruno hat einen rettenden Einfall: Er läuft zu seinem Schwager, dem Joachim Sauer und besorgt dort Bälle. Drei an der Zahl! Das sind zwei zu viel. Aber die beiden sind seelenlos, weil luftlos. Und der dritte ist ein weicher Jugendfußball. In der Not frisst der Teufel Fliegen ...

Hermann sitzt um viertel nach sieben gedankenverloren bei seiner Schwägerin und berichtet ihr gerade, dass der TUS Marienborn Sommerpause hat und dass Robinson jetzt schon um 19.00 Uhr trainieren kann. Jetzt erst fällt ihm siedend heiß ein: "Wir spielen heute schon um 19.00 Uhr! Und ich hab' die Bälle!" Im Schweinsgalopp macht er sich von dannen. Zum Glück ist er ja schon in Bretzenheim ...

Es ist fast halb acht und das Spiel hat immer noch nicht begonnen, als Hermann ganz außer Atem die Bälle anliefert und mit dem Umkleiden beginnt. Keine bösen Worte, kein Exempel – das ist ja wohl noch einmal gut gegangen. Aber es wird höchste Zeit, den "Robinsonfürsten" vom Thron zu stoßen und einen Jüngeren zu küren!
Liebe Grüße, Hermann

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Vom Bierkasten, dem es warm wurde

Wolfgang hatte am Tag vor dem "heiligen Freitag" Geburtstag. Er wurde 45 Jahre alt. Er hatte zwar schon beim Grillfest seinen Geburtstagskasten im Vorgriff spendiert, aber so ganz mit leeren Händen wollte er dann doch nicht vor den Kickern erscheinen. Also kaufte er einen gut vorgekühlten Kasten beim Getränkeverlag unmittelbar vor Abreise gen Mainz-Marienborn und lud ihn in den Kofferraum seines Pkw. Die Wiesbadener, zu denen Wolfgang ja bekanntlich gehört, haben einen Treffpunkt für die Fahrgemeinschaft: An der Kreuzung Klopstock-/Wielandstraße.

An jenem Freitag kamen an diesem Ort Thomas E., Olaf und Wolfgang zusammen. Auch Wolfgangs Sohn war mit von der Partie. Sie einigten sich darauf, mit Thomas Auto zu fahren, alle stiegen dort ein und los ging's in Richtung Fußball.

Ganz entgegen dem so kühlen und regnerischen Sommer des Jahres 2000 war es an jenem Abend schön warm und sonnig – also bestes Fußballwetter. Der gekühlte Bierkasten stand in Wolfgangs Auto und dachte, "Hoppla! Mir wird plötzlich so warm."

Voller Vorfreude auf den Fußball schwätzten Olaf, Thomas und Wolfgang über dies und über das. Keiner der Anwesenden dachte daran, Wolfgang zum zurückliegenden Geburtstag zu gratulieren, bis sie am Mainzer Kreuz ankamen. Dort fiel es Wolfgang plötzlich ein, dass er etwas vergessen hatte.

Was wohl? Die Fußballschuhe? Die Sporthose? Das Trikot? Den Kasten Bier! Der stand jetzt im Auto in Wiesbaden und schwitzte vor sich hin. Tom rettete Wolfgang vor der Blamage. Tom war vor etwas über einer Woche Vater einer Tochter mit Namen Jule geworden und lieferte eine Kühlbox mit Bier aus diesem Anlass an. Danke Tom!

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Die Hackordnung

Freitag, der 27.10.2000. Ein eigentlich völlig unverdächtiger Tag. Das Horoskop der Fische machte keine Andeutungen über bevorstehendes Unheil. Das Wetter spielte mit trotz des späten Oktober. Die Platzverhältnisse konnten besser nicht sein. Der Ball – zwar schon etwas ausgezehrt vom langen Spielbetrieb – ließ keine runenhaften Zeichen magischer Beeinflussung erkennen. Und dennoch lag ein unerklärlicher Fluch über dem Spiel an diesem Tag.

Und es war unter diesen Vorzeichen, dass sich folgende Geschichte begab: Ruben stand in der Kabine unter dem Föhn und war damit beschäftigt, seine Haare zu trocknen. Da kam Bruno daher und sagte zu Ruben, jetzt käme er und wolle föhnen. Und da ging Ruben ohne ein Wort des Widerspruchs Richtung Toilette und trocknete sich die Haare mit den Papierhandtüchern. "Das ist die Hackordnung", meinte Bruno majestätisch, "und die funktioniert bei Robinson!"

Gruß, Hermann

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Die Brille

Das letzte Spiel des Jahres 2000. In der Halle am 29.12. Nach dem Spiel der besondere Genuss des Abends: die Dusche. Einer der Mitspieler hatte an diesem Abend nicht seinen besten Tag. Und er wusste, dass er am nächsten Tag in den Winterurlaub fahren wollte. Ein Streifschuss entlang der Nase führte zur Spielunterbrechung, denn das Blut floss ihm über Nase und Wange herab. Das war der erste und entscheidende Moment, der ihn aus der Fassung brachte. War die Wunde lebensgefährlich? Sollte die Ambulanz gerufen werden oder sollte einer der Mitspieler gleich die Wunde nähen? Nachdem er sich seine Brille geholt hatte, sah er, dass ein Pflaster genügen würde. Das Spiel ging weiter ...

Im Chiantikeller, Ort des gemütlichen Jahresausklangs, nahm Thomas E. die Speisekarte zur Hand, um sich eine besondere Köstlichkeit aus dem reichhaltigen Angebot auszusuchen. Die Armlänge hätte zwar noch ausgereicht, um die Karte zu lesen, aber mit Brille geht das doch viel besser. "Wo ist meine Brille?" fragte er sich, als er sie nicht am gewohnten Ort fand. In den anderen Hosen- und Jackentaschen war sie auch nicht. Auf dem Tisch lag sie auch nicht. Und auf der Nase war sie sicher nicht. "Wo ist meine Brille?" fragte er sich zum zweiten Mal. Der Winterurlaub schien gefährdet. Hermann bot ihm seine Brille an, damit er die Karte besser lesen könne. Aber er verzichtete darauf. "Die Brille könnte in meiner Sporttasche sein!" Wolfgangs Handy half die Verbindung herstellen, denn die Sporttasche stand zu Hause, wo er auch das Auto abgestellt hatte. Eine angespannte Minute. Es folgte keine Erleichterung, denn die Brille fand sich darin auch nicht.

Jetzt blieb nur noch eine Möglichkeit übrig: Die Brille musste in der Sporthalle liegen geblieben sein! Hermann hatte den Schlüssel und die Halle war 1000 Meter Luftlinie vom Chiantikeller entfernt. Aber weder Thomas noch Hermann hatten das Auto dabei. Erhard erbot sich freundlich, nach Abschluss des Festmahls den Umweg in Kauf zu nehmen ...

Drei Türen aufschließen – und da lag die Brille!
Wo genau? In der Kabine auf der Bank. Der Winterurlaub ist gerettet!
Guten Rutsch, lieber Thomas, und lass Deine Brille nirgends liegen ...

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Blaues Auge

Weit zurück geht es in die Vergangenheit von Rot-Grün Robinson. An einem besonders denkwürdigen Freitag sind alle anwesend von Rang und Namen. Von besonderem Interesse sind zwei Spieler in gegnerischen Mannschaften: Bruno Berg und Joachim Gigla. Beide sind herausragende Spielerpersönlichkeiten mit Offensivdrang. Sie helfen aber auch aus, wenn in der Abwehr Not am Mann ist.

So auch in dieser Episode, die es zu erzählen gilt: Ein hoher Ball in Richtung Tor – Bruno steigt hoch, um mit einem Kopfball abzuwehren – in seinem Rücken steigt der gegnerischer Spieler Joachim Gigla hoch, um per Kopfball das Tor zu vollenden – beide Köpfe treffen sich in der Höhe – Joachims Kopf trifft Brunos Kopf an empfindlicher Stelle: am Auge – Joachim geht schadlos von dannen – Bruno läuft in die Kabine, um die Schwellung zu kühlen! Joachim Gigla – sprich "Schädel-Harry" – hat wieder zugeschlagen.

An den nächsten Tagen hat Bruno nicht nur ein blaues Auge, er hat auch noch berufliche Außentermine und keine Zeit zum Arzt zu gehen. Er hat heftige Kopfschmerzen und kann sich nur mit Schmerztabletten über den Tag retten. (authentisch, aus erster Hand, aus Brunos Mund direkt aufs Papier)

Liebe Grüße, Hermann

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Der Pommesdieb

Freitag, 25.Mai 2001. In der Kneipe nach dem Spiel ist Erhards Tochter Leonie dabei Pommes zu essen und sie stöhnt, dass ihr der Magen weh täte; sie habe so schnell gegessen. Und es liegen immer noch Pommes auf dem Teller.

Auf die Frage, warum sie sie denn nicht weniger hastig essen würde, meint sie, sie habe Angst vor dem "Pommesdieb" und wolle fertig sein, bevor er einträfe. Und just in dem Moment betritt Sigi II die Kneipe und sagt, dass er heute schon Pommes gegessen habe. Da fällt Leonie sichtlich ein Stein vom Herzen.

Gruß, Hermann

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Der Ball in der Pappel

Freitag, 4.Mai 2001. Auf dem Fußballplatz in Mainz-Marienborn. Die Mannschaft "Nicht-Gelb" – also die ohne Leibchen – hat den Ball. Andreas, im zentralen Sturmzentrum, kriegt den Ball zugespielt. Mit raffinierter Körpertäuschung lässt er einen Gegner hinter sich, legt sich den Ball vor und zieht ab. Der Ball geht über das Tor in Richtung der Pappeln am Rand des Platzes und bleibt im Astwerk hängen in einer Höhe, die von keinem mit Händen noch erreicht werden kann. Was tun? Guter Rat ist teuer.

Jens kommt als erster auf eine Idee. Er nimmt den zweiten Ball, der hinter dem Tor liegt, und versucht damit den Ball auf der Pappel zu treffen und herunterzubefördern. Aber beim ersten Versuch bereits bleibt auch dieser zweite Ball unerreichbar im Astwerk der Pappel hängen. Was tun? Guter Rat ist teuer.

Hermann schießt vom anderen Tor her den dritten Ball in Richtung Pappel, um die gleiche Idee ein weiteres Mal auszuführen. Jedoch hat Sven bereits beherzt einen anderen Weg beschritten.

Erfindungsreich wie ein Urwaldindianer oder behende wie ein Affe – unterstützt von Händen und Schultern der Umstehenden – erklimmt er die ersten Meter, bevor er Halt an den unteren Zweigen der Pappel findet. Dann zieht er sich weiter hinauf bis in die Höhe der Äste, in denen sich die beiden Bälle verfangen haben, und löst sie aus dem Geäst. Das Spiel könnte weitergehen.

Aber hinauf geht es oft leichter als wieder hinab! Und er bedarf der Unterstützung von unten, um ihn schließlich heil wieder auf den Erdboden abzusetzen. Jetzt kann das Spiel tatsächlich wieder weitergehen.

Gruß, Hermann

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